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Die Haar-Mineralstoff-Analyse
Das Brennglas der "Umwelt-Detektive"
Oft ist eine Störung im Mineralstoffhaushalt des menschlichen Organismus oder eine Überbelastung mit giftigen Schwermetallen der Auslöser für vielfältige Erkrankungen. Derartige Veränderungen spiegeln sich im Mineralstoffgehalt der Haare wieder.
Möglicherweise machen sich Störungen im Mineralstoffhaushalt vorerst nur unterschwellig bemerkbar: Der Betroffene ist nicht richtig krank, aber auch nicht richtig "fit". Dann müssen Mangelerscheinungen ausgeglichen und Belastungen beseitigt werden, damit aus der Störung keine Krankheit wird.
Die von den intensiv für Haaranalyse geschulten Apothekern zur Analyse eingeschickten Haare werden im Zentrallabor der Arbeitsgemeinschaft einer ICP-Multielement-Analyse unterzogen, und die Ergebnisse geben Aufschluß über Mangel- und Überschußerscheinungen. So werden viele Aussagen ermöglicht, die mit keinem anderen Test möglich sind: Ein Kind wurde von seiner Mutter in die Apotheke gebracht -- die Mutter litt unter der Hyperaktivität ihrer Tochter, doch wußten auch die Ärzte keinen Rat. Der Apotheker riet zu einer Haar-Mineralstoff-Analyse.
Das Ergebnis: Alle Werte normal, bis auf den extrem hohen Blei-Wert; ein typischer, häufig beobachteter Zusammenhang. Aus dem Ergebnis folgten für den Apotheker drei Konsequenzen: 1. dem hohen Bleigehalt entgegenzuwirken, 2. die Ursache ausfindig zu machen und 3. diese, wenn möglich, abzustellen.
Nach dem Alter des Hauses kamen Bleileitungen in Betracht, und so empfahl der Apotheker eine Wasseruntersuchung. Die Wasserprobe wurde analysiert und bestätigte den Verdacht: Das Leitungswasser der Familie war stark mit Blei belastet.
Die Familie benutzte daraufhin das Leitungswasser nicht mehr zur Nahrungsmittelzubereitung -- und der Zustand des Kindes verbesserte sich im Laufe weniger Wochen bis zur Normalität.
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